RÜCKSCHAU: Abschlussveranstaltung des Integrationsprojektes „Sich öffnen – aufeinander zugehen“ (10.12.2012)

Nach mehreren Jahren erfolgreicher Arbeit ist das Projekt „Sich öffnen – aufeinander zugehen. Lernen für mehr Akzeptanz und Partizipation von Zugewanderten“ Ende Oktober dieses Jahres ausgelaufen. Mit dem Projekt konnte zahlreichen jungen und älteren Zugewanderten eine bessere Orientierung in der neuen Heimat, mehr Kontakte mit Einheimischen und eine aktivere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

Das bedeutet z. B., dass durch das Projekt nun viele Zugewanderte Beratungs- oder Hilfsangebote nutzen können, in Fragen der Erziehung und Bildung aber auch des Älterwerdens in Deutschland besser Bescheid wissen, mehr über Einrichtungen und Möglichkeiten der Gesundheitsfürsorge und Pflege wissen sowie ihre Deutschkenntnisse und andere Fähigkeiten, die sie mitgebracht haben, noch besser nutzen können.

Als Ausklang und zur Diskussion der Nachhaltigkeit des Projektes wurde im Rahmen einer Abschlussveranstaltung nun noch einmal ein Teil dieser zahlreichen positiven Ergebnisse präsentiert und in Verbindung mit praxisnahen Projekterfolgsbeispielen greifbar gemacht. Die Veranstaltung fand am 10. Dezember 2012 (14 – 16 Uhr) in den Räumlichkeiten des Diên Hông e. V.  statt und hatte v. a. folgende konkrete Tagesordnungspunkte:

  • Kurzresümee des Projektverlaufes und von Projektinhalten
  • Vorstellung eines Beispiels praktischer Projektarbeit: „LOHRO-Radioarbeit“
  • Rückmeldungen einiger Teilnehmender zu Projektaktivitäten (u. a. zu „Deutschland praktisch“, „LOHRO-Radiokurs“, „Märchengruppe“, „Seminarreihe Interkulturelle Kompetenz“)
  • Rückfragen und Diskussionen zu Projektaktivitäten
  • Entwicklung und Diskussion von Ideen einer möglichen weiteren Zusammenarbeit (v. a. Diskussion möglicher zielführender ergänzender Angebote für Zugewanderte durch Etablierung der nachhaltigen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern)

 

Weiterführende Informationen zum abgeschlossenen Projekt „Sich öffnen – aufeinander zugehen. Lernen für mehr Akzeptanz und Partizipation von Zugewanderten“ sowie zu den Ergebnissen der Abschlussveranstaltung des Projektes unter:

info@dienhong.de

 

Im Folgenden nun noch einige Foto-Impressionen (Fotos: Martin French) der Abschlussveranstaltung:

 

 

RÜCKSCHAU: Projektmitarbeiter von „SprInt-Rostock“ und „SprInt-MV“ auf dem bundesweiten „SprIntpool-Transfer“-Netzwerktreffen in Leipzig (26.-28.11.2012)

Der Projektleiter von „SprInt-MV“, Herr Martin French, die Projektleiterin von „SprInt-Rostock“, Frau Van Vu, sowie „SprInt-Rostock“-Beraterin Antje Schneider nahmen vom 26. bis zum 28.11.2012 an dem 4. Netzwerktreffen aller bundesweiten SprInt-Standorte in Leipzig teil.
Am 26. und 27.11. fanden im Rahmen des Treffens Beratertage zum Thema „Marketing – Argumente für Lobbyarbeit und Kundenakquise“ statt. Hierbei wurden noch einmal vertiefend wichtige Themen- bzw. Arbeitsbereiche wie z. B. „Systemisches Marketing“, „SprIntPool-Marktanalysen“, „Zielgruppen und Kundensegmente“, „Mitbewerberanalyse“, „Rechtsformen von SprIntPools“ und „Förderungen und Refinanzierungsmöglichkeiten von SprIntPools“ vorgestellt und diskutiert.
Am 27. und 28.11.2012 nutzten dann alle bundesweiten SprInt-Akteure die Möglichkeit, ihre aktuellen Ergebnisse und Entwicklungen an den jeweiligen regionalen Standorten zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Des Weiteren wurde vertiefend diskutiert, wie der neue Trend der „Sozialen Inklusion“ einen zunehmenden Einfluss auch auf die Sprach- und Integrationsmittlung hat bzw. haben könnte. Zusätzlich wurden zudem Argumentationshilfen zur interkulturellen Öffnung und der Stand der Qualitätskommission zum Anrechnungsverfahren zur Erlangung des SprInt-Zertifikats diskutiert und vorgestellt.
Das sehr erfolgreiche 4. bundesweite „SprIntpool-Transfer“-Netzwerktreffen in Leipzig endete mit der intensiven Arbeit der SprInt-Akteure in den seit längerer Zeit bereits etablierten thematisierten Arbeitsgruppen, hier u. a. „Interkulturelle Öffnung“, „Nachqualifizierung“, „Vermittlungszentralen“ und „Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit“.

Tiefer greifende Informationen und Fragen zu konkreten Ergebnissen des 4. bundesweiten „SprIntpool-Transfer“-Netzwerktreffens in Leipzig können unter sprint-mv@dienhong.de angefordert oder in Kürze auch unter www.sprint-transfer.de eingesehen werden.

Im Folgenden nun noch einige Foto-Impressionen (Fotos: Martin French) des 4. „SprIntpool-Transfer“-Netzwerktreffens in Leipzig:

RÜCKSCHAU: „Interkulturelles Radio zum Anfassen und Mitgestalten!“ – Abschlussveranstaltung der interkulturellen Radioarbeit bei LOHRO (21.11.2012)

Am 21. November 2012 fand in den Räumlichkeiten des bekannten und erfolgreichen Rostocker Lokalradiosenders LOHRO die Abschlussveranstaltung der interkulturellen Radioarbeit des Projektes „Sich öffnen – aufeinander zugehen“ statt.

Über 2 Jahre lang haben hoch engagierte Menschen der Hansestadt Rostock mit einem Migrationshintergrund im Rahmen des Diên Hông-Projektes „Sich öffnen – aufeinander zugehen“ regelmäßige interkulturelle Radiosendungen produziert. Hierbei haben sie alle Tätigkeiten bzw. notwendigen Schritte „durchlaufen“, welche notwendig waren, um ein gutes Sendeformat zu erstellen: von der ersten Diskussion von interessanten Themen über die Informationsrecherche und Befragungen bis zur Platzierung bzw. zum Ausstrahlen der Sendung.

Die interkulturelle Radioarbeit bei LOHRO war somit quasi „ein Projekt im Projekt“, da die Migrantinnen und Migranten im Rahmen der Redaktionstätigkeit sowohl von erfahrenen Radioexperten als auch von Sprach- und Integrationsfachleuten in dem Prozess der Arbeit unterstützt wurden. Menschen aus verschiedensten Herkunftsländern lernten somit „anfassbar“ und in der für sie oft herausfordernden „Fremdsprache Deutsch“, wie man Radiosendungen konkret „macht“. Ihre interkulturellen Inhalte und Themen bestimmten sie dabei stets selbst – zum Beispiel wurden internationale Märchen für mehr Akzeptanz fremder Kulturen dargeboten, politische Hintergründe zum Thema Migration und zu den Herkunftsländern der Teilnehmer vorgestellt sowie über die Nutzung des „Interkulturellen Gartens“ in Rostock berichtet. Auch der Alltag in Asyl- bzw. Flüchtlingsheimen oder schwierige und „komische“ Situationen im Leben der Teilnehmer zwischen verschiedenen Kulturen waren Inhalte der interkulturellen Radioarbeit. Die Redaktionsdiskussionen, Ideen und Beiträge waren also so vielfältig wie die Teilnehmer selbst.

 

Trotzdessen das Projekt „Sich öffnen – aufeinander zugehen“ bereits Ende Oktober 2012 ausgelaufen ist, soll die erfolgreiche und spannende interkulturelle Radioarbeit auch im Jahr 2013 fortgeführt werden. Dieses dann selbstorganisiert und nahezu eigenverantwortlich durch die bisher teilnehmenden Migrantinnen und Migranten.

Tiefer greifende Informationen und Fragen zu konkreten Ergebnissen der interkulturellen Radioarbeit bei LOHRO können unter info@dienhong.de angefordert werden.

Im Folgenden nun noch einige Foto-Impressionen (Fotos: Martin French) der Abschlussveranstaltung der interkulturellen Radioarbeit bei LOHRO:

Mitglieder des Redaktionsteams der interkulturellen Radioarbeit bei LOHRO: Dang Thi Phuong Mai aus VIETNAM, Olga German aus der UKRAINE, Walfrido Nieves-Ramirez aus KUBA, Anne Roloff (Leitung der LOHRO-Radiogruppe), Ludmila Sevcenco aus MOLDAWIEN

RÜCKSCHAU: Informationen rund um das Leben von VietnamesInnen zum 20jährigen Vereinsjubiläum

Ungefähr 60 VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, sozialer und Bildungsarbeit sowie von Vereinen und andere InteressentInnen kamen am 26. Oktober 2012 in den WaldemarHof, um sich über „Lebensrealitäten von Vietnamesinnen und Vietnamesen 1992 und heute“ zu informieren und Diên Hông e.V. zum 20jährigen Bestehen zu gratulieren.

Blick ins Tagungspublikum

Blick ins Tagungspublikum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens und der Vorsitzende des Migrantenrates Juri Rosov in ihren Grußworten die Verdienste von Diên Hông e.V. gewürdigt hatten, berichteten die Gründungsmitglieder Lam Van Vinh und Nguyen The Son in einem kleinen Interview aus der Zeit der Vereinsgründung sowie aus ihrer heutigen Situation als Zugewanderte in Rostock. Anschließend stellte Dr. Wolfgang Bautz, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins „Gesellschaft für Inklusion und Soziale Arbeit“, die Situation der vietnamesischen Vertragsarbeiter vor und nach der Wende dar und gab einen Einblick in die ungünstigen Voraussetzungen, die Anfang der 90er für diese Menschen bestanden, um in Deutschland zu bleiben und heimisch zu werden.

Dr. Wolfgang Bautz bei seinem Vortrag

Dr. Wolfgang Bautz bei seinem Vortrag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Kaffeepause gab es einen Blick ins heutige Vietnam, zum einen aus Unternehmerperspektive und zum anderen aus Sicht der Entwicklungszusammenarbeit. Siegfried Sommer von der Kranunion Eberswalde konnte aus seiner langjährigen Erfahrung in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit vietnamesischen Unternehmen berichten und stellte dabei auch die Wichtigkeit interkultureller Kompetenzen deutlich heraus. Heinz Kitsche von IINKOTA referierte am Beispiel des Aufbaus eines Ausbildungszentrums für Jugendliche mit Behinderungen über entwicklungspolitische Projekte in Vietnam.

Heinz Kitsche von INKOTA Dresden

Heinz Kitsche von INKOTA Dresden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem Gäste und Mitwirkende sich an einem vietnamesischen Büffet gestärkt hatten, ging es in drei Gesprächsrunden weiter: Dr. Genia Findeisen von amnesty international gab einen Einblick in die problematische Situation der Menschenrechte in Vietnam. Die Kultursoziologin Kristin Mundt referierte unterdessen zum Thema „Religion und Migrationserfahrungen nach dem Systemwandel“ und Andrea Krönert vom Eine-Welt-Landesnetzwerk moderierte eine Gesprächsrunde, in der VietnamesInnen aus ihren Erfahrungen als Selbständige mit Migrationshintergrund in Rostock berichteten.

Gesprächsrunde mit vietnamesischen UnternehmerInnen

Gesprächsrunde mit vietnamesischen UnternehmerInnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einer abschließenden Kaffeerunde nutzten die Gäste die Möglichkeit des Austausches, wobei sie auch Ideen für mögliche zukünftige Aktivitäten und Kooperationen entwickelten.

Eine kleine Stärkung vom Vietnamesischen Büffet und Zeit für Gespräche

Eine kleine Stärkung vom Vietnamesischen Büffet und Zeit für Gespräche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Vereinsvorstand, die Mitglieder und MitarbeiterInnen bedanken sich bei den Tagungsgästen für ihre aktive Beteiligung sowie die Gratulationen und guten Wünsche zum Jubiläum.

Auch Geschenke gab es auszupacken: Vorstandsmitglieder Susanne Düskau und Nguyen Duy Long

Auch Geschenke gab es auszupacken: Vorstandsmitglieder Susanne Düskau und Nguyen Duy Long

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tagung wurde durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken (aus Mitteln des BMZ) sowie durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert, bei denen sich der Verein ebenfalls bedankt.

 

RÜCKSCHAU: Vietnam: Land der tausend Drachen und Gegensätze – Workshop „Zugewanderte aus Vietnam“

Vietnam ist eines der schönsten Länder Asiens mit einer besonders vielfältigen Kultur, Natur und unterschiedlichen Klimazonen. Das Land ist in vielen Teilen noch ursprünglich sowie unberührt und kann mit seiner Lebensweise schwer mit dem europäischen Lebensstil verglichen werden. Seit Anfang der neunziger Jahre befindet sich Vietnam nun bereits im Wandel: von der Plan- zur Marktwirtschaft. Auch wenn die positiven Auswirkungen der Wirtschaftsreformen mittlerweile bei einem Großteil der Menschen ankommen, mangelt es vielen dennoch oft noch am Nötigsten. Das Land und seine Menschen befinden sich weiterhin im politischen sowie somit auch im gesellschaftlichen Umbruch. VietnamesInnen in ihrem Heimatland, aber auch vietnamesische MigrantInnen, welche über die gesamte Welt verteilt sind, stehen also vor großen Herausforderungen zwischen traditioneller Lebensweise und modernen Gesellschaftsstrukturen.

Um die Kultur der Menschen aus Vietnam einmal etwas genauer zu beleuchten, hat der Verein Dien Hong im Rahmen seiner Seminarreihe „Interkulturelle Kompetenz“ am 29.10.2012 einen Workshop zum Thema „Zugewanderte aus Vietnam“ durchgeführt. In diesem wurden zum einen Themen wie Zuwanderung von VietnamesInnen nach Deutschland, Glaubensrichtungen, Weltanschauungen, ethische Lehren, Erziehungsstile und -ideale, Traditionen und Besonderheiten der vietnamesischen Sprache (Klang und Schrift, Sprachsystem) vorgestellt. Außerdem konnten alle Teilnehmenden individuelle Problemstellungen und Fragen einbringen und so die Inhalte aktiv mit gestalten. Im Anschluss an die Seminare sind Vertiefungstermine im Rahmen von Einzelcoachings möglich.

Zielgruppe der Seminarreihe sind alle Interessierten an interkultureller Kompetenzentwicklung, dabei u. a. auch Berufstätige, Haupt- und Ehrenamtliche, die in ihrer Tätigkeit Umgang mit zugewanderten Zielgruppen (Menschen mit Migrationshintergrund) haben. Die Seminare werden durch Dozenten mit langjähriger Auslandserfahrung sowie zugewanderte Länderexperten durchgeführt.

Die Veranstaltungen der Seminarreihe „Interkulturelle Kompetenz“ finden im Oktober immer montags von 17.30 bis 21.00 Uhr im Interkulturellen Zentrum im Waldemarhof Rostock (Waldemarstr. 33, 18057 Rostock) statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 6,00 € pro Veranstaltung.

Eine kurzfristige Teilnahme an Einzelterminen ist auch ohne Voranmeldung jederzeit möglich!

Mehr Informationen und Anmeldung unter:

info [at] dienhong [punkt] de

oder telefonisch: 0381 / 769 83 05.

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Im Folgenden einige Eindrücke (Fotos: Martin French) des Seminars “Zugewanderte aus Vietnam” vom 29.10.2012 (Dozentin Frau Van Vu):

RÜCKSCHAU: SprInt stellt sich auf landesweiter Projektkonferenz zum Dolmetschbedarf in MV vor

Am 19. Oktober 2012 hatten die Landtagsfraktionen der Linken, der SPD, der CDU sowie von Bündnis ’90/ Die Grünen gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat MV zur Projektkonferenz „Dolmetscherpool in Mecklenburg-Vorpommern“ in den WaldemarHof nach Rostock eingeladen.

Unter dem Motto „Verständnis braucht Verständigung“ wurden Bedarf und Anspruch von Zugewanderten auf Dolmetscherleistungen diskutiert und ein Überblick über die derzeitige Verfügbarkeit solcher Leistungen erarbeitet.

Einen wichtigen Part der Konferenz übernahmen Susanne Düskau von SprInt-Rostock sowie Achim Pohlmann vom Migrationsdienst der Diakonie Wuppertal. In zwei Vorträgen stellten sie das SprInt-Projekt des Vereins Diên Hông sowie das bundesweite Projekt SprIntpool-Transfer mit dem Transferzentrum in Wuppertal vor. Dabei konnten sie auf die bisher ca. 150 Einsätze in Rostock und Umgebung zurückblicken, bei den MittlerInnen mit Zuwanderungsgeschichte Sprach- und Integrationsmittlung z.B. in Kitas und Schulen, Arztpraxen und Kliniken sowie Ämtern und Behörden leisteten. Im Gespräch mit Teilnehmenden der Projektkonferenz wurde deutlich, dass diese Einsätze dringend notwendig sind und die entsprechenden Einrichtungen auch in Zukunft auf diese Dienstleistung bauen möchten.

Das SprInt-Projekt stellte sich im Rahmen der Konferenz als qualitativ hochwertige und nachhaltige Reaktion auf den Bedarf an Dolmetsch- und Vermittlungsleistungen in Mecklenburg-Vorpommern dar. Der Tag war außerdem Auftakt für stärkere landesweite Projektaktivitäten, innerhalb derer landesweite Erfahrungen und Bedarfslagen analysiert und entsprechende Konzepte entwickelt werden sollen.

Achim Pohlmann, Projektkoordinator von SprIntpool-Transfer aus Wuppertal, im Gespräch mit Ulrike Seemann-Katz vom Flüchtlingsrat MV. Foto: Dien Hong e.V.

Achim Pohlmann, Projektkoordinator von SprIntpool-Transfer aus Wuppertal, im Gespräch mit Ulrike Seemann-Katz vom Flüchtlingsrat MV. Foto: Dien Hong e.V.

Interessiertes Publikum: VertreterInnen aus Politik und Verwaltung sowie Akteure der Integrationsarbeit. Foto: migra e.V.

Interessiertes Publikum: VertreterInnen aus Politik und Verwaltung sowie Akteure der Integrationsarbeit. Foto: migra e.V.

Susanne Düskau stellt das Projekt SprInt-Rostock vor. Foto: Dien Hong e.V.

Susanne Düskau stellt das Projekt SprInt-Rostock vor. Foto: Dien Hong e.V.

RÜCKSCHAU: Viel mehr als nur Wodka: Russische Kultur in Deutschland – Workshop „Zugewanderte aus der ehemaligen Sowjetunion“

In Deutschland lebt eine enorm hohe Vielzahl an Menschen mit einem Zuwanderungshintergrund aus der ehemaligen Sowjetunion. Die große Mehrheit dieser Migranten ist deutscher Abstammung. Die Zuwanderer kamen in den Jahren kurz vor und nach dem Zusammenbruch des Ostblocks bzw. der Sowjetunion nach der Wiedervereinigung in die Bundesrepublik Deutschland. Die meisten reisten als ehemalige Russlanddeutsche oder als russischsprachige Juden bzw. als deren Familienangehörige ein (darunter viele Russen, Ukrainer, Weißrussen und Menschen aus sonstigen Völkern der ehemaligen UdSSR). Die Mannigfaltigkeit zwischen diesen vielen Menschen ist trotz einer ähnlichen Historie teilweise groß. So gibt es partiell Unterschiede in Sachen Sprache, traditionelles Essen, Religion usw.

Um die Kultur(en) dieser vielen Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion einmal etwas genauer zu beleuchten, hat der Verein Dien Hong im Rahmen seiner Seminarreihe „Interkulturelle Kompetenz“ am 22.10.2012 einen Workshop zum Thema „Zugewanderte aus der ehemaligen Sowjetunion“ durchgeführt. In diesem wurden zum einen Themen wie Lebensbedingungen in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Gründe für Migration (insbesondere Spätaussiedler und jüdische Emigranten), Geschichte der drei ostslawischen Völker und Sprachen (Russisch, Ukrainisch, Weißrussisch), Erziehungs- und Ausbildungssystem, russische Feste und Feiertage sowie religiösen Hintergründe vorgestellt. Außerdem konnten alle Teilnehmenden individuelle Problemstellungen und Fragen einbringen und so die Inhalte aktiv mitgestalten. Im Anschluss an die Seminare sind Vertiefungstermine im Rahmen von Einzelcoachings möglich.

Zielgruppe der Seminarreihe sind alle Interessierten an interkultureller Kompetenzentwicklung, dabei u. a. auch Berufstätige, Haupt- und  Ehrenamtliche, die in ihrer Tätigkeit Umgang mit zugewanderten Zielgruppen (Menschen mit Migrationshintergrund) haben. Die Seminare werden durch Dozenten mit langjähriger Auslandserfahrung sowie zugewanderte Länderexperten durchgeführt.

Die Veranstaltungen der Seminarreihe „Interkulturelle Kompetenz“ finden im Oktober immer montags von 17.30 bis 21.00 Uhr im Interkulturellen Zentrum im Waldemarhof Rostock (Waldemarstr. 33, 18057 Rostock) statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 6,00 € pro Veranstaltung.

Eine kurzfristige Teilnahme an Einzelterminen ist auch ohne Voranmeldung jederzeit möglich!

Mehr Informationen und Anmeldung unter:

info [at] dienhong [punkt] de

oder telefonisch: 0381 / 769 83 05.

(Bilderquelle: Dien Hong e. V.)

 

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Im Folgenden einige Eindrücke (Fotos: Martin French) des Seminars “Zugewanderte aus der ehemaligen Sowjetunion” vom 22.10.2012 (Dozentin Frau Ninel Wenig):