Jetzt engagieren: Empowerment für die Wahrnehmung sexueller und reproduktiver Rechte Geflüchteter

In unserem Projekt „Empowerment mit Sprach- und Kulturmittler*innen als Multiplikator*innen
für die Vermittlung und Wahrnehmung von sexuellen und reproduktiven Rechten geflüchteter Menschen“ bieten wir eine vielseitige Schulung sowie anschließende Einsätze als Sprachmittler*in und/ oder ein ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete.

Die Idee:
Geflüchteten Menschen fehlt es häufig an Informationen zu den Themen Gesundheit, Körper und Sexualität. Auch gibt es einen starken Wunsch nach einem Schutzraum, um über sexuelle und reproduktive Rechte, über Rollenbilder und Identitäten in Partner*innenschaften sprechen zu können. Deshalb werden im Projekt Menschen mit eigener Migrationsgeschichte zu entsprechenden Themen sensibilisiert und geschult und zu Multiplikator*innen ausgebildet.

Wir suchen engagierte Menschen aus ganz MV, die

  • über muttersprachliche Kenntnisse einer relevanten Zielsprache verfügen
  • die deutsche Sprache sicher verwenden, i.d.R. mindestens B2
  • erste Erfahrungen im Dolmetschen (auch ehrenamtlich) gemacht haben

Unsere Schulung

  • vermittelt Fachwissen, Fachwortschatz, Reflexions-, kommunikative und interkulturelle Kompetenzen
  • umfasst 4 Pflichtmodule mit insgesamt 42 Unterrichtseinheiten sowie optionale Module
  • findet größtenteils online, berufsbegleitend am Abend statt
  • findet voraussichtlich im Mai und Juni 2022 statt
  • beinhaltet folgende Themenbereiche:
    • Vielfalt – Gender – LGBTIQ* – Engagement im Projekt
    • Körper – Gesundheit
    • Partner*innenschaft – Sexualität – Schwangerschaft – Verhütung – Häusliche und sexualisierte Gewalt
    • Empowerment für die Multiplikator*innentätigkeit

Nach der Schulung

  • vermitteln wir Sie zusammen mit den Sprachmittlerpools in MV in Sprachmittlungseinsätze, bei denen Sie Ihre neu erworbenen Kenntnisse anwenden können. Diese Tätigkeit erfolgt i.d.R. auf Honorarbasis.
  • entwickeln wir gemeinsam Ideen für Informations- und Austauschangebote und unterstützen Sie dabei, diese Ideen in die Praxis umzusetzen, z.B. in Gemeinschaftsunterkünften, bei Vereinen und Initiativen. Im Rahmen dieser Angebote geben Sie grundlegende Informationen, stoßen die Reflexion an und verweisen Ratsuchende auf spezifische Beratungs- und Hilfsangebote. So können Sie Ihre Erfahrungen und eigene Bewältigungsstrategien an diejenigen weitergeben, die neu in Deutschland sind oder bisher keinen Zugang zu Informationen oder Beratung hatten. Kleine Aufwandsentschädigungen sind möglich.

Ihre Bewerbung:
Bitte senden Sie uns Ihren Lebenslauf per E-Mail an empowerment@dienhong.de zu. Nach einer Vorauswahl werden die Kandidat*innen zu Einzelgesprächen eingeladen.

Informationen

Das Wichtigste in Kürze zum Ausdrucken finden Sie hier.

Sie haben noch Fragen und möchten mehr wissen?

Im Rahmen der Online-Informationsrunde werden wir das Projekt und die Schulung genauer vorstellen, über organisatorische Sachen sprechen und offene Fragen beantworten.

Online-Infoveranstaltung Mittwoch, 4. Mai, 20 Uhr

Zugangsdaten:

Zoom-Meeting beitreten
https://us02web.zoom.us/j/89710513418?pwd=THphempEalZ3M3BZWHdlUzVBRjJDUT09

Meeting-ID: 897 1051 3418
Kenncode: 109932

Kontakt:
Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V.
Susanne Düskau | Dr. Vu Thanh Van

Waldemarstr. 33 | 18057 Rostock
Tel.: 0381 21054556 | E-Mail: empowerment@dienhong.de

Lichtenhagen – gestern – heute – morgen

Eine interaktive Gesprächsreihe

Lichtenhagen – 50 Jahre ist der 1. Spatenstich her. Grund genug, über Erlebnisse, Erinnerungen und Zukunftswünsche zu sprechen. In fünf Gesprächskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten möchten wir uns aktiv über die ersten Jahre im Stadtteil, über die Ereignisse von 1992, bis hin zu Zukunftswünschen austauschen. Dabei stellen wir u. a. folgende Fragen:

  • Was sind unsere Erinnerungen, Erlebnisse und Geschichten?
  • Was wollen wir für unser Lichtenhagen?
  • Was ist 1992 passiert und was bedeutet es heute?
  • Was macht Lichtenhagen aus und womit wollen wir uns identifizieren?

In einer Art Kreativwerkstatt können sich die Teilnehmenden in unterschiedlicher Weise einbringen und wir beleuchten gemeinsam das Zusammenleben der Menschen im Stadtteil von der Entstehung bis heute. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensbedingungen oder Lebenswelten, damals wie heute, wird ein kreativer und achtsamerer Austausch befördert.

Mit interaktiven Methoden schaffen wir die Möglichkeit, dass sich die Beteiligten mit ihren Gedanken und Erinnerungsstücken in einem gemeinsamen Ergebnis wiederfinden. Wie dieses aussehen wird, liegt ganz in den Händen der Mitwirkenden.

Der kreative Prozess wird moderiert und angeleitet von Anne Ruppert, Juristin und systemischer Coach, und der Stadteilmanagerin Lisa Radl.

Eingeladen sind alle die sich mit Lichtenhagen verbunden fühlen. Wir freuen uns über mitgebrachte Geschichten, Fotos, Bilder, Malereien, Zeitdokumente etc.

Wann?

Donnerstag, 19.05.2022 ab 18 Uhr, 16.06.2022 ab 18 Uhr, 21.07.2022 ab 18 Uhr, 18.08.2022 ab 18 Uhr, 22.09.2022 ab 18 Uhr

Die Termine können unabhängig voneinander besucht werden.

Wo?

Pagode Lôc Uyên – Buddhistisches Zentrum, Wolgaster Str. 10, 18109 Lichtenhagen

Anmeldungen auf Wunsch per E-Mail an: bildung@dienhong.de möglich.

Familien gut informiert

Besonders zugewanderten Eltern fehlen oftmals Informationen und es bestehen Zugangsbarrieren, damit sie familienbezogene Leistungen, die Ihnen zustehen, in Anspruch nehmen. Hier wollen wir mit diesem Workshop Angebot entgegenwirken.

Der Workshop ist für Beratende und Multiplikator/-innen von Migrantenorganisationen, die in ihrer Praxis Eltern und Familien mit Einwanderungsgeschichte unterstützen, beraten und begleiten. In diesem Workshop erhalten Sie Informationen über die derzeitigen Familienleistungen für zugewanderte Familien, z. b. Kindergeld, Elterngeld, Kinderbetreuung, Familienberatung usw. und Sie lernen einen mehrsprachigen Videopodcast kennen, den Sie in der Beratung einsetzen können.

Zudem sind Ihre Erfahrungen gefragt.

Welche Hürden gibt es Ihrer Ansicht nach für Familien mit Einwanderungsgeschichte bei der Inanspruchnahme von Familienleistungen?

Was müsste sich verändern und wo gibt es Verbesserungsvorschläge?

Gibt es genügend und zielgruppengerechtes Informationsmaterial?

Diese und ähnliche Fragen werden besprochen und Ideen zur Überwindung der Zugangsbarrieren gesammelt.

Die Teilnahme ist kostenlos und für die Verpflegung während des Workshops ist gesorgt!

Dozentin Anja Treichel vom Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung und Teilhabe (bbt) e.V.

Wann? Dienstag, 10. Mai 2022, 10 bis 15 Uhr

Wo? Zentrum Kirchlicher Dienste, Alter Markt 19, 18055 Rostock

Anmeldung bis zum 06.05.2022 per E-Mail: bildung@dienhong.de an.

*Das Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe  (bbt) e.V. versteht sich als Interessenvertretung und Sprachrohr der Eltern mit Einwanderungsgeschichte auf Bundesebene. Das Bundesnetzwerk zielt darauf ab, Barrieren der Elternbeteiligung im Bildungssystem abzubauen und setzt sich für mehr Bildungsgerechtigkeit ein. Es ist der Dachverband von 15 migrantischen (Eltern-) Organisationen.

Das Projekt „Familien gut informiert“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.

SING MIT!

Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.

30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. 

Ganz nach unserem Motto „Vielfalt verstehen – Vielfalt leben – Vielfalt stärken“ laden wir alle, die Spaß am Singen haben, herzlich ein

– sich zu begegnen und einander zuzuhören

– sich gemeinsam einzumischen und

– durch Lieder Haltung zu finden und zu zeigen.

Wir stellen kritische Fragen zum Thema Miteinander und Teilhabe vs. Ausgrenzung und Spaltung.

Wie ist das Lebensgefühl in Rostock jenseits des öffentlichen Bekenntnisses zur Weltoffenheit?

Welche Erfahrungen machen wir im täglichen Leben im Umgang mit Vielfalt?

Was braucht es für echte Teilhabe und Chancengleichheit?

Es ist Zeit, über diese Themen zu reden und zu singen, und zwar laut, klar und ausdrucksstark! Lasst uns mit Liedern Brücken für Zusammenhalt, Solidarität und Frieden bauen!

Die künstlerische Leitung und Moderation liegt in den Händen des Choreographen und Regisseurs Stephan Brauer.

Wer Spaß am Singen hat und bereit ist, in den kreativen Prozess einzusteigen, ist herzlich willkommen, auch ohne musikalische Vorkenntnisse und Chorerfahrung!

Wann?

Die Proben finden immer montags von 17:00 bis 18:00 Uhr statt – Erste Chorprobe am 16.05.2022 um 17.00 Uhr!!!

Wo?

Volkstheater Rostock, Doberaner Str. 135, 18057 Rostock (Chorprobenraum)

Anmeldungen per E-Mail an: bildung@dienhong.de

Anti-Bias-Training am 17. Mai ab 17 Uhr

(An-)Erkennung von Vorurteilen und Diskriminierung als gesellschaftliches System

Schärfung der Wahrnehmung für gesellschaftliche Ungerechtigkeiten

Reflektion der eigenen gesellschaftlichen Positionierung

Anregungen vorurteilsbewusstes Verhalten im eigenen Alltag zu etablieren

Mit diesen Themen beschäftigt sich am 17. Mai 2022 von 17 bis 21 Uhr unser Anti-Bias-Training. Am Ende des Trainings verfügen die Teilnehmenden über Kenntnisse hinsichtlich der Funktion von Vorurteilen, haben ihre eigene gesellschaftliche Positionierung reflektiert und wissen, wie sie vorurteilsbewusstes Verhalten in ihren Alltag integrieren können.

Die Trainerin Michelle Dailey hat Organisationsberatung mit Schwerpunkt Antidiskriminierungsarbeit an der technischen Universität Berlin studiert und ist seit 2018 als Anti-Bias-Trainerin und Bildungsreferentin tätig.

Wann? Dienstag, 17. Mai 2022, 17 bis 21 Uhr

Wo? online – Zoom Zugang wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Anmeldungen nehmen wir bis zum 16. Mai entgegen:

per E-Mail: bildung@dienhong.de

per Telefon: 0381 21054557

Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Bewerben bis 5. April: Projektkoordinator*in gesucht

Im Modellprojekt „Wegweiserkurse“ ist kurzfristig zu Mitte bzw. Ende April die Stelle des*der Projektkoordinator*in zu besetzen. Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

Stadtrundgang Rostock Lichtenhagen

Im August 1992 kam es in Rostock-Lichtenhagen zu den bis dahin massivsten rassistisch motivierten Angriffen der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Mehrere hundert GewalttäterInnen griffen unter dem Applaus von bis zu 3000 Zuschauern eine Unterkunft für Geflüchtete und die Wohnungen vietnamesischer Rostocker*innen im Sonnenblumenhaus an. Der Polizei gelang es über drei Tage nicht, die Gewalt zu unterbinden und die Betroffenen zu schützen. Als am dritten Tag des Pogroms das Wohnheim der vietnamesischen Rostocker*innen in Brand gesteckt wurde, mussten sich die 120 im Haus eingeschlossenen Menschen selbst retten, da sich die Polizei für mehr als eine Stunde vollständig vom Ort zurückgezogen hatte. Über eine aufgebrochene Dachluke gelang ihnen die Flucht aus dem brennenden Gebäude.

An die rassistische Gewalt im August 1992 erinnern seit 2018 sechs Gedenkorte in Rostock. Wir erkunden die Denkmäler und diskutieren, was 1992 in Lichtenhagen passiert ist, wie es dazu kommen konnte, und welche Auswirkungen dieses Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte bis heute hat.

Stationen des Stadtrundgangs:

1. Denkmal „Selbstjustiz“ – Sonnenblumenhaus Lichtenhagen

2. Denkmal „Politik“ – Rathaus, Neuer Markt

3. Denkmal „Medien“ – Verlagshaus Ostsee-Zeitung

4. Denkmal „Gesellschaft“ – Rosengarten

Der Stadtrundgang wird durchgeführt von Christoph Schultz und Stefanie Oster, Mitarbeitende im Verein Soziale Bildung e.V.

Wann?: Sonntag, 20. März 2022

Treffpunkt: 11 Uhr S-Bhf Rostock-Lichtenhagen

Ende: 14 Uhr Rosengarten

Ein Anmeldung nicht nicht notwendig

Der Stadtrundgang findet unter 3 G Regeln statt.