Online-Infoveranstaltung zur Sprachmittlung im Landkreis MSE am 5. Februar um 9.30 Uhr

Bei Gesprächen mit Zugewanderten stehen Fachkräfte oftmals vor großen Herausforderungen, weil sprachliche und kulturelle Barrieren die Verständigung erschweren. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte leistet das Projekt lingo Sprachmittlerpool MSE der AWO seit 2017 Unterstützung. Im vergangenen Jahr kamen die Sprachmittler*innen des Projektes bei über 800 Terminen zum Einsatz, ob im Amt , in der Arztpraxis, beim Jugendhilfeträger oder in der Schule. Mit ca. 65 aktiven Sprachmittelnden für über 30 Sprachen ist der Pool in der Lage, flexibel auf den Bedarf der Einsatzstellen zu reagieren.

Im Rahmen einer Zoom-Konferenz informieren wir über die Möglichkeiten der Nutzung von Sprachmittlung über das Projekt lingo Sprachmittlerpool MSE. Wann ist es sinnvoll, eine*n Sprachmittler*in zu nutzen? Wie läuft die Beauftragung ab? Wer trägt die Kosten? Über diese und mehr Themen möchten wir informieren. Gern möchten wir auch Gelegenheit bieten, sich über die bisherigen Erfahrungen auszutauschen und über besondere Herausforderungen zu sprechen.

  • Sie möchten sich zum Thema informieren und austauschen?
  • Sie möchten Sprachmittlung in Ihrer Einrichtung nutzen?
  • Sie haben Erfahrungen mit Sprachmittlung gemacht, die Sie teilen möchten?

Wir laden Sie ein, bei unserem Zoom-Meeting dabei zu sein:

Wann? Freitag, 5.2.2021, 9.30 Uhr – 11.30 Uhr

Was? Online-Infoveranstaltung Sprachmittlung

Wer? Susanne Düskau (Netzwerk für Sprachmittlung, Diên Hông e.V.), Karin Voß (lingo Sprachmittlerpool MSE)

Die Anmeldedaten für das Zoom-Meeting erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Anmeldung und Info:

E-Mail: sprachmittlung-mv@dienhong.de

Tel.: 0381 21054556

Übrigens: Mehr Infos zum Thema Sprachmittlung finden Sie in unserem Bereich „Netzwerk für Sprachmittlung in MV“.

3. Fotoworkshop

Am 15. August 2020 kamen 13 Jugendliche in das interkulturelle Zentrum, um ihre Sicht auf die Welt mit der Kamera festzuhalten. Im Fotoworkshop mit dem Titel „Ich zeig dir meine Welt“ bot sich allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich mit ihrer Lebenswelt in Form von Fotografien zu beschäftigen. Die 14- bis 18-jährigen verbrachten fünf erlebnisreiche Tage zusammen, an 5 Wochenenden zwischen dem 15.08 und dem 11.10.2020.

Im Seminarraum wurde in die Bildgestaltung eingeführt, um dann auf Motivsuche zu gehen. Dabei wurden die Jugendlichen professionell unterstützt von Sven Becker und Michael Zieschang. Ihre Suche führte sie unter anderem an den Stadthafen, zur Petrikirche, an den Schwanenteich und ins Atelier. Die Jugendlichen lernten verschiedene Techniken der Inszenierung und Bildbearbeitung kennen, erfuhren, wie man ein Foto mithilfe von Kaffee entwickelt und bereiteten eine gemeinsame Ausstellung ihrer Fotografien im Waldemarhof, Waldemarstraße 33, 18057 Rostock, vor.

Die Idee zum Fotoworkshop „Ich zeig dir meine Welt“ entstand in enger Kooperation zwischen Diên Hông e.V. – Gemeinsam unter einem Dach, der Medienwerkstatt vom Institut für neue Medien gGmbH und dem Jugendmigrationsdienst AWO. Dieses Projekt wird unterstützt durch das Programm „MeinLand – Zeit für Zukunft“ der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Nachfolgend lesen und sehen Sie Zusammenfassungen, Momentbeschreibungen sowie Impressionen der einzelnen Tage, die während des Fotoworkshops dokumentiert wurden.

Tag 1 (15.08.2020)

Heute ging es zunächst um die Grundlagen der Fotografie: Was heißt „sehen lernen“? Wie belichte ich ein Foto richtig? Woher kommt die Idee für ein Foto und wie finde ich das richtige Motiv?

Die Jugendlichen konnten ihr neu erlerntes Wissen bei ersten praktischen Übungen in der Stadt anwenden. Unterschiedliche Fotomotive wurden erprobt: Landschaft, Portrait, Street, Architektur. Und was folgt auf das Fotografieren? – Die Veröffentlichung! Die Teilnehmer*innen erfuhren, welche rechtlichen Grundlagen es hierbei zu beachten gilt. Hier ging es um Bildrecht, Persönlichkeitsrecht und Möglichkeiten der Veröffentlichung eines Fotos.

Der erste Tag schloss mit einer Bildbesprechung und der Vorfreude auf den nächsten Tag beim Fotoworkshop.

Tag 2 (29.08.2020)

Dieses Mal stand der Workshop ganz im Zeichen der Sportfotografie. Durch die Kooperation mit Just Freerun Rostock sammelten die Teilnehmer*innen praktische Erfahrungen mit „Bewegtbildern“, zum Beispiel mitten im Sprung.

Die Jugendlichen lernten, ein Bewegtbild zu planen und erfolgreich umzusetzen: Wie entwickle ich eine Idee und wie setze ich sie um? Welcher Standort passt am besten zu meiner Idee? Und wie gehe ich überhaupt mit einem Fotomodell um?

Im Anschluss wurden die entstandenen Bilder besprochen.

Tag 3 (12.09.2020)

Heute drehte sich alles um das Thema Reportagefotografie. In Kooperation mit dem Rostocker Bildhauer Wolfgang Friedrich entwickelten die Teilnehmer*innen Ideen für eine Bildreportage. Herr Friedrich unterstützte die Teilnehmer*innen bei ihrer praktischen Arbeit, indem er eine persönliche Führung durch sein Atelier veranstaltete.

Im Anschluss folgte die praktische Arbeit im Bereich Portraitfotografie. Hier wurde mit verschiedenen Bildstilen und Bildschärfen experimentiert.

Tag 4 (26.09.2020)

Am vierten Tag des Fotoworkshops stand das Thema Bewegungsunschärfe im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Straßenfotografen Michael Zieschang (East Coast Gallery) machten die Teilnehmer*innen an markanten Orten Experimente: Ob am Bahnsteig, im Hafengebiet oder an anderen markanten Orten – der Bezug zu Menschen in ihrer Umwelt sollte entdeckt werden.

So kamen die Jugendlichen mit Leuten ins Gespräch und stellten das Fotoprojekt vor. Natürlich wurde dabei nach der Fotoerlaubnis gefragt und ob die Fotos zur Veröffentlichung freigegeben werden dürfen.

Tag 5 (11.10.2020)

Heute konnten die Teilnehmer*innen lernen, wie man einen Film entwickelt – und zwar mit Kaffee und Licht! Diese ungewöhnliche Entwicklungsmethode hat Michael vorgeführt. Entsprechend seiner Philosophie, dass Fotografie „lebendig“ sein kann, wurde hier anschaulich der Vorgang der analogen Filmentwicklung gezeigt und zum Mitmachen angeregt.

In der zweiten Tageshälfte ging es darum herauszufinden, wie man eine Person vorteilhaft ausleuchtet, oder eine Körperhaltung einnimmt, um eine bestimmte Bildaussage zu treffen. Vom Blitzlicht über Dauerlicht und Requisite – es wurde alles ausprobiert. Nach der Bildauswahl bekamen die Teilnehmer am Ende ihr gedrucktes Foto mit nach Hause und so endete der fünfte und letzte Tag des Fotoworkshops.

Die Ergebnisse des Fotoworkshops können hier bewundert werden:

3. Schreibwerkstatt „Ich zeig dir meine Welt“

Vom 22. bis 26.06.2020 fand im bereits dritten Jahr in Folge die Schreibwerkstatt unter dem Titel „Ich zeig dir meine Welt“ im Waldemarhof statt. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren lernten hier sich selbst und andere Menschen kennen und schrieben ihre Gedanken und Geschichten auf.

In einer fünftägigen Werkstatt trafen sich Jugendliche und erkundeten Schreibtechniken. Sie setzten sich mit der Gestaltung von Texten und vor allem mit Themen aus ihrer Lebenswelt auseinander. Sie erkundeten Lebensgeschichten z.B. von zugewanderten Rostockern und unternahmen gemeinsame Exkursionen.

Das Gemeinschaftsprojekt des Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V., des Instituts für neue Medien und des Jugendmigrationsdienstes der AWO Rostock wird unterstützt durch das Programm „MeinLand – Zeit für Zukunft“ der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Nachfolgend lesen und sehen Sie Zusammenfassungen, Momentbeschreibungen sowie Impressionen der einzelnen Tage, die durch die Jugendlichen während des Schreibworkshops dokumentiert wurden.

Tag 1 (22.06.2020)

Neun unerschrockene angehende Autorinnen und Autoren haben sich im Seminarraum des Diên Hồng e.V. versammelt. Mit dem gebotenen Abstand und einer frischen Durchzugsbriese um die Nasen wollen wir uns heute erst einmal kennen lernen. Ein paar von uns kennen sich ja eigentlich schon untereinander, aber eben nicht alle. Und schon geht es los mit dem Schreiben. In nur sieben Worten sollen wir uns vorstellen. Bald füllen Orte, Lieblingstiere, Instrumente, Hobbys, geliebte und ungeliebte Eigenschaften, Lieblingsfarben und Leibgerichte die Tafel. Altersmäßig sind wir sehr breit gestreut und wir stammen aus allen möglichen Regionen der Welt. Wir haben ziemlich viele gemeinsame Interessen.

Unsere Werkstattleiter Jens und Tobi erklären uns zwei besondere Arten von Gedichten: Haiku und Limerick. Gar nicht so leicht mit so einer festen Form und so wenigen Worten etwas zu erzählen. Tobi und Jens schließen sogar Wetten ab, wie viele Gedichte wir in zwanzig Minuten zusammenbringen werden. Am Ende überraschen wir sie natürlich positiv. Wir tragen uns die Gedichte gegenseitig vor. Es sind schöne und auch witzige dabei und sogar ein paar ganz aktuelle über das Thema Corona.

Nach dem Mittag haben wir dann viel Zeit, um unsere erste richtige Kurzgeschichte zu schreiben. Aber worüber sollen wir nur schreiben? Für die Ideenfindung machen wir ein
Assoziationsspiel, bei dem wir in der Runde jeweils einen Begriff nennen sollen, der uns zu dem zuvor genannten Begriff unserer Sitznachbar*innen einfällt. Auf diese Weise erhalten wir schließlich sieben Worte, die in unserer Geschichte vorkommen sollen. Genau die richtige Inspiration!

Bevor der erste Tag zu Ende geht, tragen wir uns noch unsere Geschichten vor und werten diese gemeinsam aus; Was hat uns besonders gut gefallen und was können wir in den
kommenden Tagen noch ausbauen?

Tag 2 (23.06.2020)

Für heute wurde uns ein ganzer Exkursionstag versprochen, damit wir Ideen und Eindrücke für unsere große Kurzgeschichte sammeln können. Jens und Tobi fahren mit uns zuerst an die Ostsee, nach Nienhagen. Die Steilküste bietet uns einen beeindruckenden Blick von oben auf das gewaltige Meer. Mit unseren mitgebrachten Schreibheften und Stiften machen wir ein paar kurze Schreibübungen. Wir sollen versuchen unseren Weg zur Ostsee zu beschreiben, ohne uns dabei selbst in der Beschreibung darzustellen. Und dann sollen wir aus dem, was wir geschrieben haben auch noch nur einen einzigen Satz, den wir für den Besten halten, auswählen. Zum Glück war unterwegs tolles Wetter und es gab viel zu sehen und so fiel uns die Aufgabe gar nicht schwer. Endlich steigen wir über eine sehr hohe Treppe hinab an den Strand. Hier gibt es gar keinen Sand, nur sehr viele Steine! Auch nicht schlecht – wir spazieren ein wenig, schmeißen und flitschen Steine ins Wasser, machen Fotos und genießen die Sonne und die frische Luft.

Wir bekommen dann aber doch noch einen etwas seltsamen Auftrag: Wir sollen uns einen Stein vom Strand mitnehmen. Manche finden ganz schnell einen, andere suchen ziemlich lang nach einem besonders interessanten Exemplar. Ein gemeinsames Mittag unterwegs (Ein Eis für alle war sogar auch noch drin) und schon geht es zum nächsten Zielort, dem IGA Park. Wir lassen uns auf einer Wiese nieder und bekommen unsere nächste Aufgabe: Beschreibt euren mitgebrachten Stein auf mindestens einer Seite. Wie sieht er ganz genau aus, wie fühlt er sich an? Wir bekommen erstaunlich viel Zeit für diese Aufgabe. Eine ordentliche Herausforderung, so viel über einen einfachen Stein zu schreiben! Im Chinesischen Garten unter der großen Pagode versammeln wir uns, um unsere Ergebnisse vorzutragen. Die Steine legen wir in die Mitte und wir können jeden Stein eindeutig passend den Beschreibungen zuordnen. Gar nicht schwer, bei so vielen Details.

Die finale Aufgabe des Tages: Denkt Euch um die Beschreibung des Steins herum eine Geschichte aus. In der entspannten Atmosphäre des Bambusgartens schreiben wir den Rest des Nachmittags.

Tag 3 (24.06.2020)

Wir lesen uns zuerst unsere Stein-Geschichten vor. So viele unterschiedliche, interessante Herangehensweisen! Der Verlauf der Erdgeschichte aus der Sicht des Steines. Ein Krimi, in dem der Stein ein wichtiges Beweisstück darstellt. Der Stein als einziger Freund auf einer einsamen Insel. Wie in den letzten beiden Tagen schon gewohnt, werten wir alles gründlich aus.

Es folgt eine Lektion zum Thema „Der erste Satz“. Wie können wir uns für unsere Geschichten richtig gute, spannende, interessante erste Sätze ausdenken, die Lust zum Weiterlesen machen? Welche Fragen müssen wir uns über unsere Geschichte stellen? Was kann alles in nur einem Satz passieren? Das Tafelbild wird immer voller, die Möglichkeiten scheinen unendlich. Jetzt sind wir selbst dran, einen Versuch zu wagen und es kommen viele tolle erste Sätze zustande:


„Das Glas der Frau zersplitterte.“

„Ohne ein Wort zu sagen steht er von seinem Stuhl auf und geht.“

„Plötzlich hört er einen Knall in der Nähe.“

Am Nachmittag lernen wir, was ein Exposé ist und wie wir es nutzen können, um eine Geschichte zu entwerfen und anderen eine Textidee zu vermitteln. Ein kurzer Spaziergang führt uns an den Stadthafen und in das nahe gelegene „Warnow Valley“ Wir teilen uns auf und feilen an der frischen Luft an dem Exposé für unsere finale Kurzgeschichte.

Tag 4 (25.06.2020)

Der Tag beginnt wieder mit der Vorstellung und Auswertung unserer gestrigen Ergebnisse. Neun interessante Exposés wollen nun umgesetzt werden. Also auf ans Werk. Wir tippen fleißig den ganzen Tag unsere Geschichten in die Laptops. In den Pausen albern wir ein bisschen herum und tanken frische Luft. Ansonsten sind heute alle sehr fleißig und konzentriert bei der Arbeit. Tobi und Jens helfen uns dabei immer mal wieder in kleinen Einzelgesprächen. Heute fühlt es sich wirklich ein bisschen an wie in einer Werkstatt.

Tag 5 (26.06.2020)

So schnell kann eine Woche herum sein! Bis zum Mittag und zum Teil auch noch danach schicken wir unsere Textentwürfe immer wieder hin und her. Tobi und Jens redigieren die fertigen Teile, machen Anmerkungen und Vorschläge und schicken uns die Texte wieder zurück und so geht es den ganzen Tag. Ganz schön anstrengend für alle. Die Köpfe rauchen ordentlich. Und das in den Ferien!

Aber am Ende hat es sich gelohnt. Jens und Tobi überraschen uns damit, dass sie zum Abschluss unsere Texte abwechselnd vortragen. Sie machen das recht gut, denn sie sind ja Lesebühnenmoderatoren und haben darin ein bisschen Erfahrung. Es ist ganz schön spannend, die eigene Geschichte so von jemandem anderen vorgelesen zu bekommen. Wir können stolz sein, jede Geschichte bekommt Applaus. Und was da alles geschrieben wurde! Krimis, Thriller, Märchen, Abenteuergeschichten, Fantasy.  Manche haben die Stein-Geschichten weitergeführt oder ihren ersten Satz als Ausgangspunkt gewählt. Einige haben sich auch etwas ganz neues ausgedacht. Und abgesehen von unseren fertigen Geschichten nimmt jeder ein paar neue Ansätze zum literarischen Schreiben mit nach Hause.

Diên Hồng — Gemeinsam unter einem Dach e.V. wünscht einen schönen Jahresausklang und ein glückliches neues Jahr.

Der Vorstand und die Mitarbeiter*innen von Diên Hồng — Gemeinsam unter einem Dach e.V. wünschen Ihnen und Ihren Familien einen schönen Jahresausklang, viel Gesundheit und für das neue Jahr 2021 Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Sozialministerin appelliert an Eltern: Wenn möglich, Kinder zuhause behalten

Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, appelliert an alle Eltern und Erziehungsberechtigten: „Wenn es Ihnen möglich ist, betreuen Sie Ihre Kinder in der Zeit vom 16. Dezember bis zum 10. Januar zuhause.“ Hierdurch können Kontakte reduziert und somit Infektionsketten unterbrochen werden. Auf diese Weise solle zudem gewährleistet werden, dass Einrichtungen wie Krippe, Kita, Schule und Hort auch im neuen Jahr geöffnet bleiben.

Der Brief der Ministerin ist in den Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch und Polnisch unter folgendem Link abrufbar:

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Soziales/Integration/Corona–Virus/

Deutschtest für Zuwanderer am 08.01.2021

Der Deutschtest für Zuwanderer am 08.01.2021 entfällt.
Neuer voraussichtlicher Termin: 05.02.2021.
Es sind keine freien Plätze vorhanden.

Ansprechpartnerin

Uta Eschenburg
E-Mail: integrationskurse@dienhong.de
Tel.: 0381 21 05 45 58

Sprechzeiten
Montag 9 – 12 Uhr
Dienstag 13.30 – 16 Uhr

Kein Unterricht in den Integrationskursen bis zum 14.02.2021

Bis zum 14.02.2021 findet kein Unterricht in den Integrationskursen statt.
Wir informieren an dieser Stelle, sobald der UNterricht fortgesetzt werden kann.

Für den nächsten Anfängerkurs ab April 2021 nehmen wir Anmeldungen entgegen.

Kontakt:
Uta Eschenburg
Telefon: 0381 21 05 45 58
E-Mail: integrationskurse@dienhong.de

Online-Infoveranstaltung zum Wegweiserprojekt und zur Kulturmittler*innen-Schulung am 5.1.2021

Wir suchen für das Modellprojekt „Wegweiserkurse“ Menschen, die als Kulturmittler*innen tätig sein möchten. Kulturmittler*innen geben Asylsuchenden in Deutschland in Wegweiserkursen eine erste Orientierung.

Wir bieten eine interessante Nebentätigkeit auf Honorarbasis, bei der Sie sowohl Ihre Muttersprache einsetzen als auch Ihr Wissen über Deutschland anwenden können.

Für unser Projekt suchen wir Menschen mit folgenden Muttersprachen:
✔️ Dari ✔️ Englisch ✔️Farsi ✔️ Französisch ✔️Kurdisch (Kurmandschi und Sorani) ✔️ Ukrainisch ✔️ Russisch ✔️ Spanisch ✔️ Somali ✔️ Tigrinya ✔️ Türkisch

Wer Kulturmittler*in sein möchte, muss zunächst an einer Weiterbildung (Kulturmittler*innen-Schulung) teilnehmen.

In der Online-Informationsveranstaltung geben wir Ihnen Informationen über:
– Voraussetzungen für die Bewerbung als Kulturmittler*in
– Ablauf des Bewerbungsverfahrens und der Kulturmittler*innen-Schulung
– Tätigkeitsprofil der Kulturmittler*innen und Ablauf eines Wegweiserkurses
– Honorar und Rückerstattung von Reisekosten

Wir laden Sie ein, bei unserem Zoom-Meeting dabei zu sein:
Wann? Dienstag, 5. Januar 2021, 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Was? Online-Infoveranstaltung Kulturmittler*innen-Schulung
Wer? Daniela Kiepsel und Susanne Düskau (Diên Hông e.V.)
Die Anmeldedaten für das Zoom-Meeting erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Anmeldung und Info:

E-Mail: wegweiser@dienhong.de

Tel.: 0381 210 545 56

Kulturmittler*innen gesucht!

Wir suchen für das Modellprojekt „Wegweiserkurse“ Menschen, die als Kulturmittler*innen Asylsuchenden in Deutschland eine erste Orientierung geben. Wir bieten eine interessante Nebentätigkeit auf Honorarbasis.

In dem Modellprojekt sollen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern erstmalig muttersprachliche Wegweiserkurse durchgeführt werden. Zu diesem Zweck werden im Projekt Personen als Kulturmittler*innen ausgebildet, die im Anschluss die Wegweiserkurse leiten. Den Asylsuchenden werden in diesen Kursen unmittelbar nach ihrer Ankunft nützliche Informationen für den Alltag und die wesentlichen Grundlagen des Zusammenlebens in Deutschland vermittelt. Das Besondere: In den Wegweiserkursen wird in der jeweiligen Muttersprache der Teilnehmenden unterrichtet.

Für unser Projekt suchen wir Menschen mit folgenden Muttersprachen:

  • Albanisch
  • Dari
  • Englisch
  • Farsi
  • Französisch
  • Kurdisch (Kurmandschi und Sorani)
  • Russisch
  • Somali
  • Spanisch
  • Tigrinya
  • Türkisch
  • Ukrainisch

Voraussetzung für die Mitwirkung am Projekt ist das Interesse an einer sozialen Tätigkeit und die Bereitschaft, an einer Weiterbildung (Kulturmittler*innen-Schulung) teilzunehmen.
Interessierte müssen mindestens 18 Jahre alt sein, einen Migrationshintergrund und eine gültige Arbeitserlaubnis haben. Eine fachspezifische Berufserfahrung bzw. ein abgeschlossenes Studium sowie interkulturelle Kompetenzen sind von Vorteil. Des Weiteren sind pädagogisches Vorwissen, Sprachkenntnisse mehrerer Sprachen und Kenntnisse des deutschen Asylverfahrens wünschenswert.

Die nächste Kulturmittler*innen-Schulung findet berufsbegleitend abends und am Wochenende im März 2021 statt. Die Schulung umfasst 48 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten), diese teilen sich in fünf Präsenztermine und mehrere Onlinetermine auf. Bewerbungsende für die nächste Kulturmittler*innen-Schulung im März 2021 ist der 22. Januar 2021.

Am 5. Januar 2021 von 17:00 bis 18:00 Uhr findet eine digitale Informationsveranstaltung mittels Zoom-Meeting statt, bei der Sie weitere Informationen über das Modellprojekt Wegweiserkurse und die Anmeldung zur Kulturmittler*innen-Schulung erhalten. Die Zugangsdaten dafür erhalten Sie, wenn sie sich über wegweiser@dienhong.de für diesen Termin anmelden.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie unter www.dienhong.de/modellprojekt-wegweiserkurse und zur Kulturmittler*innen-Schulung hier.

Ansprechpartnerin:
Daniela Kiepsel (Projektkoordinatorin)
Tel.: 0381 / 210 545 56
Mail: wegweiser@dienhong.de

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit als Sprachmittler*in tätig zu werden. Dabei unterstützen Sie Fachkräfte bei Gesprächen mit Zugewanderten. Sie dolmetschen in Ämtern, Schulen, Kliniken, Arztpraxen usw., informieren zu kulturellen Besonderheiten und klären und Missverständnisse auf.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier aktive Sprachmittlungspools: „SprInt Rostock“ (für die Hansestadt und den Landkreis Rostock), „lingo“ Sprachmittlerpool in Neubrandenburg (für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), „SpuK“ in Schwerin (für Schwerin und den Landkreis Ludwigslust-Parchim) sowie die Sprachmittlung Vorpommern (für die Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald).
Mehr Informationen dazu unter: www.dienhong.de/netzwerk-fuer-sprachmittlung-in-mv

Die ersten Kulturmittler*innen haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Am 30. Oktober 2020 absolvierten elf Frauen und Männer erfolgreich ihre Qualifizierung zur Kulturmittlerin bzw. zum Kulturmittler in Schwerin. Die zweiwöchige Schulung ist Bestandteil des Modellprojekts „Wegweiserkurse“.

Bei dem Projekt sollen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, in Sternbuch-Holz bei Schwerin und in Nostorf-Horst nahe Boizenburg/Elbe, erstmalig muttersprachliche Wegweiserkurse stattfinden. Dafür wurden in den letzten beiden Wochen erstmals Kulturmittler*innen ausgebildet, die diese Kurse ab November leiten. Den Asylsuchenden werden dabei unmittelbar nach ihrer Ankunft nützliche Informationen für den Alltag und die wesentlichen Grundlagen des kulturellen Zusammenlebens in Deutschland vermittelt. Das Besondere: Die Wegweiserkurse werden in der jeweiligen Muttersprache der Teilnehmenden unterrichtet.

Dem Aufruf Kulturmittler*in zu werden, folgten zahlreiche Bewerbungen. Elf Frauen und Männer im Alter von 23 bis 64 Jahren wurden für die erste Schulung ausgewählt. Die Teilnehmenden, die u.a. aus Rostock, Schwerin, Hagenow, Wismar und dem Raum Hamburg kommen, haben selbst alle einen Migrationshintergrund. Deshalb können sie die besondere Situation der Asylsuchenden kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland gut nachvollziehen. Inhalte der Kulturmittler*innen-Schulung sind neben den Lerninhalten der Wegweiserkurse unter anderem auch vertiefte Kenntnisse zum deutschen Asylrecht und hilfreiche methodisch-didaktische Grundlagen.

Die Motivation der Teilnehmenden ist sehr vielfältig: Hamoud A. aus Schwerin arbeitet selbst im Integrationsbereich und weiß „wie wichtig es ist, dass sich Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen gut verstehen und ihre Zukunft gemeinsam gestalten, um so das Zusammenleben der nächsten Generationen zu ermöglichen“.

Für Sahar F. aus Rostock sind Gleichberechtigung für Männer und Frauen, die individuelle Freiheit der Gedanken sowie die Meinungsfreiheit Werte, die sich vermitteln will: „Ich möchte zeigen, dass es möglich ist die eigene Kultur zu bewahren, aber auch die positiven Aspekte der deutschen Kultur anzunehmen und zu leben“, sagt sie.

Nach bestandener Prüfung erhielten die Teilnehmenden ihr Zertifikat von der Integrationsbeauftragten der Landesregierung, Frau Reem Alabali-Radovan: „Es ist eine große Hilfe, dass Asylsuchende über die Wegweiserkurse die Möglichkeit einer Erstorientierung in ihrer Muttersprache erhalten. So können die ersten Grundsteine für eine gute Integration gelegt werden.“

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI). Projektpartner in den Erstaufnahmeeinrichtungen sind die Malteser Werke gGmbH.

Die Teilnehmenden der Kulturmittler*innen-Schulung besuchten am 23. Oktober 2020 ihren zukünftigen Einsatzort, die Erstaufnahmeeinrichtung in Stern-Buchholz bei Schwerin. Die Mitarbeitenden der Malteser Werke gewährten den Teilnehmenden einen Einblick in ihre tägliche Arbeit.