Fotoausstellung „Vietnam – ein Land der Gegensätze“

Laufzeit: Vom 16. November 2010 bis 18. Januar 2011
Ort: Im Schweriner Landtag.

Die Fotoausstellung “Vietnam – ein Land der Gegensätze“  wurde durch Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, auf dem Flur der FDP-Landtagsfraktion M-V eröffnet. Die fotografischen Arbeiten stellte Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V. zur Verfügung, um die Situation von Menschen in sich entwickelnden Ländern, besonders in Vietnam, einmal mehr in den Fokus zu rücken. Die Fotoausstellung gibt aus verschiedenen Perspektiven einen Einblick in das Leben der Menschen in Vietnam auch abseits der boomenden Städte und touristischen Attraktionen.

“face to face”– Menschen mit Behinderung in Vietnam

Laufzeit: vom 18. Oktober bis 5. November 2010
Ort: Rathaushalle der Hansestadt Rostock

Im Jahr 2010 feierten die Bundesrepublik Deutschland und Vietnam das 35jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten. Als einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres galt die Wanderausstellung „face to face“ des Deutschen Entwicklungsdienstes, die in mehren deutschen Städten zu sehen war. Die beiden Rostocker Vereine Diên Hông e.V. und Ohne Barrieren e.V. präsentierten sie vom 18. Oktober bis 5. November (in der Rathaushalle der Hansestadt Rostock. Die Ausstellung wurde im Rahmen eines Photo-Voice-Projektes in der vietnamesischen Provinz Thanh Hoa entwickelt, in dessen Verlauf Menschen mit Behinderung Fotos zu ihren Lebenslagen machten und Kurzgeschichten schrieben. Vietnam wird als touristisches Ziel immer populärer und beeindruckt mit einer rasanten wirtschaftlichen Entwicklung. Die Photos und Videoaufnahmen der Ausstellung „face to face“ zeigen das Land und seine Menschen einmal aus einer ganz anderen Perspektive und machen die Lage derer sichtbar, die an dieser wirtschaftlichen Entwicklung kaum teilhaben können.

Die Situation von Menschen mit Behinderung hat in Vietnam eine besondere Brisanz. Sie verfügen über geringere Bildungschancen, die Arbeitslosenrate ist überdurchschnittlich hoch und mehr als 30 Prozent der Familien von Menschen mit Behinderung leben unter der Armutsgrenze. In der Provinz Thanh Hoa sind 70 Prozent der insgesamt 200.000 Menschen mit Behinderung ohne Arbeit und damit verstärkt von Armut bedroht. Seit 2007 unterstützen der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderung am Entwicklungsprozess des Landes. Das Photo-Voice-Projekt face to face setzt an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Entwicklung an. PhotoVoice hilft, benachteiligten Bevölkerungsgruppen durch Fotografie eine Stimme zu verleihen. Durch das Projekt in Thanh Hoa fanden Menschen mit Behinderung neue Ausdrucksformen und konnten sich untereinander vernetzen. In einem Zeitraum von rund fünf Monaten hatten die Teilnehmenden die Aufgabe, Fotos zu ihren Lebenslagen zu machen und Kurzgeschichten zu schreiben. Sie wurden ermutigt, mit dem Fotoapparat und ihren Ideen zu experimentieren. Die Kamera diente dabei als Katalysator für Erforschung, Entdeckungen und Reflexion. Damit half das Projekt, die visuelle Wahrnehmung, die Kommunikationsfähigkeit und das fotografische Geschick der Teilnehmer weiterzuentwickeln und förderte so auch deren Bestreben, Einfluss auf lokale politische Prozesse zu nehmen.

Der Verein „Ohne Barrieren“ e.V. hat sich die Förderung, Betreuung und Integration von lern-, geistig-, körperlich- und mehrfach behinderten Menschen zur Aufgabe gemacht. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, Menschen mit Behinderung, ihren Angehörigen und Freunden ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu ermöglichen.

Vietnamesischer Frauentag

Zahlreiche Rostocker Vietnamesinnen trafen sich am 17.10. in Evershagen, um gemeinsam ihren Tag zu feiern.

Ausstellungseröffnung “Vietnam – ein Land der Gegensätze”

Ausstellungseröffnung im Landtag Schwerin zur Ausstellung “Vietnam – Ein Land der Gegensätze”.
Näheres finden Sie hier.

Fotoausstellung „Xinaliq – Tor zum Kaukasus“

Laufzeit: Vom 27. November bis 1. März 2010
Ort: WaldemarHof, Waldemar Str 33, 18057 Rostock

Eindrücke aus einem Kaukasusdorf in über 2000 Metern Höhe waren von November 2009 bis März 2010 im WaldemarHof zu sehen.

Die Bewohner des kleinen Dorfes Xinaliq (gesprochen: Chynalych) haben in jener abgelegenen Bergwelt im Norden Aserbaidschans wenig von ihrer ursprünglichen Lebensweise verloren. Der Alltag der ungefähr 2000 Dorfbewohner besteht aus Viehzucht und Handel. Bevorzugtes Transportmittel sind Pferde, Wohnen findet unmittelbar Seite an Seite mit den Haustieren statt. Selbst eine dem Dorf ureigene und nur hier gesprochene Sprache hat sich erhalten, und auch die Satellitenschüsseln, die inzwischen neben den Lehmhäusern stehen, scheinen dieser Ursprünglichkeit nichts anhaben zu können.

Im August 2009 besuchten Susanne Düskau und Mark Philipp im Rahmen einer kleinen Exkursion die faszinierende Bergwelt  und erfuhren die unglaubliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen erfahren. Der Reiseführer sprach von einem zeitlosen Ort mit mystischem Charme, und er hatte Recht!

Die Ausstellung fand im Rahmen der Multikulturellen Wochen statt und wurde mit Unterstützung des Ausländerbeirates der Hansestadt Rostock präsentiert. Selbst eine dem Dorf ureigene und nur hier gesprochene Sprache hat sich erhalten, und auch die Satellitenschüsseln, die inzwischen neben den Lehmhäusern stehen, scheinen dieser Ursprünglichkeit nichts anhaben zu können.

Fotoausstellung „Aus Hanoi gekommen – In Rostock angekommen“

Laufzeit: vom 17. November bis 31. Dezember 2008
Ort: WaldemarHof, Waldemar Str. 33, 18057 Rostock

Sich für Rostock zu entscheiden, fiel dem Vietnamesen Nguyen Manh Tan nicht schwer, als er 1982 als Vertragsarbeiter in die DDR kam. Rostock liegt direkt am Meer und hatte damit einen besonderen Reiz. In nun schon über 25 Jahren hat der Vietnamese Rostock und seine Umgebung aus verschiedenen Blickwinkeln unter anderem als Fotojournalist kennen gelernt. Vietnam wird seine Heimat bleiben, aber Rostock ist längst seine zweite Heimat geworden. Womit die Stadt sein Herz gewonnen hat, das zeigten die Fotografien von Nguyen Manh Tan, von denen einige in der Ausstellung im WaldemarHof zu finden waren.

Vielfalt, Partizipation und aktive Integration im Gemeinwesen

„Vielfalt, Partizipation und aktive Integration im Gemeinwesen durch regionale Förderung von beruflicher Qualifizierung und bürgerschaftlichem Engagement von Zugewanderten in der Region Mittleres Mecklenburg“
Laufzeit: vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008
Projektleitung: Jamal Lagnaoui
Team: Nguyen Manh Tan, Antje Tiesler, Sven Bogenschneider, Insa Evers, Jamal Lagnaoui, Antje Schneider

Beschreibung und Ziele: Handlungsraum des Projektes ist die Region Mittleres Mecklenburg. Sie setzt sich zusammen aus den Landkreisen Güstrow und Bad Doberan sowie der Hansestadt Rostock als regionalem Oberzentrum. In der Region leben ca. 400.000 Menschen, davon etwa 17.000 mit Migrationshintergrund, überwiegend Angehörige der 1. Zuwanderergeneration. Die größten Herkunftsgruppen bilden russischsprachige Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und Vietnamesinnen und Vietnamesen. Zugewanderte sind überproportional von der hohen Arbeitslosigkeit in der Region betroffen. 

Die regionale Situation ist geprägt durch eine angespannte soziale Situation, mangelhafte sozio-ökonomische Integration von Migrantinnen und Migranten, geringe Erfahrungen mit Zuwanderung und Integration in der Aufnahmegesellschaft sowie eine – gleichermaßen bei Zugewanderten und Aufnahmegesellschaft – fehlende historische Verwurzelung von bürgerschaftlichem Bewusstsein und zivilgesellschaftlicher Partizipation als Funktionsbedingung demokratischer Kultur. Andererseits entwickelten sich in den vergangenen 15 Jahren vorbildliche institutionelle und zivilgesellschaftliche Initiativen und Strukturen und regionale Netzwerke, auf deren Arbeit dieses Projekt aufbauen kann. Migrantinnen und Migranten sind jedoch oft passives Objekt von Integrationsmaßnahmen: praktisches Wissen, tradierte Erfahrungswerte und persönliche Netzwerke fehlen ebenso oft wie das Bewusstsein der Notwendigkeit aktiven Handelns des Einzelnen.

Im Projekt werden arbeitssuchende Migrantinnen und Migranten durch integrale Verbindung von fachsprachlicher und beruflicher Qualifizierung mit individueller praktischer bürgerschaftlicher Orientierung im jeweiligen Gemeinwesen als bewusst handelnde Bürgerinnen und Bürger aktiviert. Dadurch werden berufliche und demokratische Handlungskompetenzen gestärkt. Arbeitsmarktintegration und aktive, kompetente Teilnahme am zivilgesellschaftlichen Leben im Gemeinwesen ist gelebte Demokratie und Vielfalt.

Toleranz entsteht in der erlebten Praxis mit MigrantInnen. Beteiligte Institutionen und andere Partner stärken durch den Einsatz „Interkultureller MittlerInnen“ ihre interkulturelle Handlungsfähigkeit. Beispielhafte Unternehmerinnen und Unternehmer der ethnischen Ökonomie wirken als Akteure, Multiplikatoren und Brücke in den communities und der örtlichen Zivilgesellschaft.

Das gesamte Projekt wird kontinuierlich begleitet durch verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Kritische Reflexion des Projektverlaufes und Beratung zur Zielschärfung, Zielerreichung, Wirksamkeit der entwickelten Handlungsmodelle, Dokumentation und Sicherung der Ergebnisse ist Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung. Vorgesehen ist eine prozessbegleitende partizipative Evaluation. Sie generiert Vorschläge einer nachhaltigen Ergebnissicherung der Aktivitäten der operativen Phase und zum Transfer von Handlungsmodellen.

Auf einer regionalen Fachtagung bei Projektende werden die Ergebnisse Akteuren und Multiplikatoren aus Gemeinwesen (Vereine, Gremien, Ehrenamt), Verwaltung, Wirtschaft, Bildungsanbietern und Politik vorgestellt, diskutiert und der regionale Erfahrungstransfer angeregt.

Ziele des Projektes

  1. Stärkung der beruflichen, demokratischen und zivilgesellschaftlichen Handlungskompetenz von Migrantinnen und Migranten durch kombinierte Förderung von aktiver Integration in Arbeitsmarkt und zivilgesellschaftliche Strukturen des Gemeinwesens.
  2. Stärkung der aktiven Integration von Migrantinnen und Migranten als handelnde Bürgerinnen und Bürger im Gemeinwesen und der vorbildhaften positiven Wahrnehmung in der Mehrheitsgesellschaft.
  3. Stärkung der interkulturellen Handlungskompetenzen von institutionellen und bürgerschaftlichen Akteuren in den genannten Handlungsfeldern (Arbeitsmarktinstitutionen, Institutionen und Akteure der Wirtschaft, freie Träger und Ehrenamtliche

Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtenwicklung, Europäische Union: Europäischer Sozialfonds.