Kulturmittler*innen gesucht!

Wir suchen für das Modellprojekt „Wegweiserkurse“ Menschen, die als Kulturmittler*innen Asylsuchenden in Deutschland eine erste Orientierung geben. Wir bieten eine interessante Nebentätigkeit auf Honorarbasis.

In dem Modellprojekt sollen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern erstmalig muttersprachliche Wegweiserkurse durchgeführt werden. Zu diesem Zweck werden im Projekt Personen als Kulturmittler*innen ausgebildet, die im Anschluss die Wegweiserkurse leiten. Den Asylsuchenden werden in diesen Kursen unmittelbar nach ihrer Ankunft nützliche Informationen für den Alltag und die wesentlichen Grundlagen des kulturellen Zusammenlebens in Deutschland vermittelt. Das Besondere: In den Wegweiserkursen wird in der jeweiligen Muttersprache der Teilnehmenden unterrichtet.

Für unser Projekt suchen wir Menschen mit folgenden Muttersprachen:

  • Albanisch
  • Dari
  • Englisch
  • Farsi
  • Französisch
  • Kurdisch (Kurmandschi und Sorani)
  • Russisch
  • Somali
  • Spanisch
  • Tigrinya
  • Türkisch
  • Ukrainisch

Voraussetzung für die Mitwirkung am Projekt ist das Interesse an einer sozialen Tätigkeit und die Bereitschaft, an einer Weiterbildung (Kulturmittler*innen-Schulung) teilzunehmen.
Interessierte müssen mindestens 18 Jahre alt sein, einen Migrationshintergrund und eine gültige Arbeitserlaubnis haben. Eine fachspezifische Berufserfahrung bzw. ein abgeschlossenes Studium sowie interkulturelle Kompetenzen sind von Vorteil. Des Weiteren sind pädagogisches Vorwissen, Sprachkenntnisse mehrerer Sprachen und Kenntnisse des deutschen Asylverfahrens wünschenswert.

ACHTUNG für die erste Kulturmittler*innen-Schulung vom 19. bis 30. Oktober 2020 in Schwerin ist die Bewerbungsfrist zu Ende!
Interessierte können sich weiterhin für die zweite Schulung, die berufsbegleitend abends und am Wochenende im Februar 2021 stattfindet, bewerben. Der Ort steht noch nicht fest.
Bewerbungsende für die Kulturmittler*innen-Schulung im Februar 2021 ist der 08. Januar 2021.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie unter www.dienhong.de/modellprojekt-wegweiserkurse.

Ansprechpartnerin:
Daniela Kiepsel (Projektkoordinatorin)
Tel.: 0381 / 210 545 56
Mail: wegweiser@dienhong.de

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit als Sprachmittler*in tätig zu werden. Dabei unterstützen Sie Fachkräfte bei Gesprächen mit Zugewanderten. Sie dolmetschen in Ämtern, Schulen, Kliniken, Arztpraxen usw. Sprachmittler*innen vermitteln zwischen Fachpersonal und Zugewanderten, indem Sie zu kulturellen Besonderheiten informieren und Missverständnisse aufklären.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier aktive Sprachmittlungspools: „SprInt Rostock“ (für die Hansestadt und den Landkreis Rostock), „lingo“ Sprachmittlerpool in Neubrandenburg (für Einsätze im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), „SpuK“ in Schwerin (für Einsätze in Schwerin und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim) sowie die Sprachmittlung Vorpommern (für Einsätze in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald).
Mehr Informationen dazu unter: www.dienhong.de/netzwerk-fuer-sprachmittlung-in-mv

Melde dich an für den Fotoworkshop 2020!

  • Du hast Spaß am Fotografieren?
  • Du möchtest deine Fertigkeiten in der Fotobearbeitung verbessern?
  • Du bist neugierig auf die Bilder und Geschichten von Menschen?
  • Du bist zwischen 12 und 18 Jahren alt?
  • Dann sei dabei und melde dich an!

An fünf Samstagen lernst du in praktischen Übungen zu fotografieren, was dich und dein Leben ausmacht. Du hast die Möglichkeit andere junge Menschen kennenzulernen und Gedanken und Geschichten in Bildern festzuhalten. Lerne neue Fototechniken und lass deinen Ideen freien Lauf. Dabei wirst du professionell von dem Fotografen Sven Becker angeleitet. Bring dein Smartphone oder deinen Fotoapparat mit. Du hast keine Kamera? Kein Problem! Sag uns einfach bei der Anmeldung Bescheid.  

Der Workshop findet an fünf Samstagen jeweils von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr im WaldemarHof in der Waldemarstraße 33, 18057 Rostock statt.

Die Termine sind der 15.08.2020, 29.08.2020, 12.09.2020, 26.09.2020 und 10.10.2020.

Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten können erstattet werden.

Anmeldung und weitere Information:

Hannah Grunewald und Dr. Vu Than Van

0381 / 21054557 oder bildung@dienhong.de

Das Projekt wird unterstützt durch das Programm „MeinLand – Zeit für Zukunft“ der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Bis zum 22. Juli bewerben: Projektkoordinator*in in Vollzeit gesucht!

In einem Pilotprojekt sollen in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern erstmalig muttersprachliche Wegweiserkurse durchgeführt werden. Zu diesem Zweck müssen im Projekt Personen als Kulturmittler*innen ausgebildet werden, die im Anschluss die Wegweiserkurse leiten.

Im Rahmen des Projektes ist vorbehaltlich der Zuwendung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge die Stelle der Projektkoordination zu besetzen. Die Ausschreibung finden Sie hier.

Information über die Corona-Warn-App in 21 Sprachen – Corona: Kurzinformation zum Ausdrucken in 20 Sprachen

Information über die Corona-Warn-App in 21 Sprachen finden Sie hier: https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus/zurueck-in-den-alltag-die-corona-warn-app-fuer-deutschland-1760870

Coronavirus – Informationen in mehreren Sprachen: https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus

Stelle bei SprInt Rostock frei – Projektmitarbeiter/in in Teilzeit gesucht

Seit 2012 schulen und vermitteln wir im Projekt SprInt Rostock Sprachmittelnde für Einsätze im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen. Sie unterstützen das Fachpersonal in den Einrichtungen bei der Kommunikation mit Zugewanderten, indem sie kultursensibel dolmetschen. Für dieses Projekt suchen wir ab 1. August 2020 eine/n Projektmitarbeiter/in. Die Stellenausschreibung finden Sie hier.

4. & 5. Tag: Bericht aus der Schreibwerkstatt

Donnerstag, 25.06.2020, Tag 4

Der Tag beginnt wieder mit der Vorstellung und Auswertung unserer gestrigen Ergebnisse. Neun interessante Exposés wollen nun umgesetzt werden. Also auf ans Werk. Wir tippen fleißig den ganzen Tag unsere Geschichten in die Laptops. In den Pausen albern wir ein bisschen herum und tanken frische Luft. Ansonsten sind heute alle sehr fleißig und konzentriert bei der Arbeit. Tobi und Jens helfen uns dabei immer mal wieder in kleinen Einzelgesprächen. Heute fühlt es sich wirklich ein bisschen an wie in einer Werkstatt.

Freitag, 26.06.2020, Tag 5

So schnell kann eine Woche herum sein! Bis zum Mittag und zum Teil auch noch danach schicken wir unsere Textentwürfe immer wieder hin und her. Tobi und Jens redigieren die fertigen Teile, machen Anmerkungen und Vorschläge und schicken uns die Texte wieder zurück und so geht es den ganzen Tag. Ganz schön anstrengend für alle. Die Köpfe rauchen ordentlich. Und das in den Ferien! Aber am Ende hat es sich gelohnt. Jens und Tobi überraschen uns damit, dass sie zum Abschluss unsere Texte abwechselnd vortragen. Sie machen das recht gut, denn sie sind ja Lesebühnenmoderatoren und haben darin ein bisschen Erfahrung. Es ist ganz schön spannend, die eigene Geschichte so von jemandem anderen vorgelesen zu bekommen. Wir können stolz sein, jede Geschichte bekommt Applaus. Und was da alles geschrieben wurde! Krimis, Thriller, Märchen, Abenteuergeschichten, Fantasy.  Manche haben die Stein-Geschichten weitergeführt oder ihren ersten Satz als Ausgangspunkt gewählt. Einige haben sich auch etwas ganz neues ausgedacht. Und abgesehen von unseren fertigen Geschichten nimmt jeder ein paar neue Ansätze zum literarischen Schreiben mit nach Hause.

3. Tag: Neues aus der Schreibwerkstatt

Mittwoch, 24.06.2020, Tag 3

Wir lesen uns zuerst unsere Stein-Geschichten vor. So viele unterschiedliche, interessante Herangehensweisen! Der Verlauf der Erdgeschichte aus der Sicht des Steines. Ein Krimi, in dem der Stein ein wichtiges Beweisstück darstellt. Der Stein als einziger Freund auf einer einsamen Insel. Wie in den letzten beiden Tagen schon gewohnt, werten wir alles gründlich aus.

Es folgt eine Lektion zum Thema „Der erste Satz“. Wie können wir uns für unsere Geschichten richtig gute, spannende, interessante erste Sätze ausdenken, die Lust zum Weiterlesen machen? Welche Fragen müssen wir uns über unsere Geschichte stellen? Was kann alles in nur einem Satz passieren? Das Tafelbild wird immer voller, die Möglichkeiten scheinen unendlich. Jetzt sind wir selbst dran, einen Versuch zu wagen und es kommen viele tolle erste Sätze zustande:

„Das Glas der Frau zersplitterte.“

„Ohne ein Wort zu sagen steht er von seinem Stuhl auf und geht.“

„Plötzlich hört er einen Knall in der Nähe.“

Am Nachmittag lernen wir, was ein Exposé ist und wie wir es nutzen können, um eine Geschichte zu entwerfen und anderen eine Textidee zu vermitteln. Ein kurzer Spaziergang führt uns an den Stadthafen und in das nahe gelegene „Warnow Valley“ Wir teilen uns auf und feilen an der frischen Luft an dem Exposé für unsere finale Kurzgeschichte.