RÜCKSCHAU: Tagung „Herausforderungen der Migrationsarbeit im Landkreis Vorpommern-Greifswald“ am 2. Juli 2014 in Greifswald


RÜCKSCHAU: Tagung „Herausforderungen der Migrationsarbeit im Landkreis Vorpommern-Greifswald“ am 2. Juli 2014 in Greifswald

Am 02.07.2014 fanden über fünfzig Teilnehmer zur Tagung „Herausforderungen in der Migrationsarbeit im Landkreis Vorpommen Greifswald“ zusammen, um ihre vorhandenen vielseitigen Erfahrungen in einem Fachkreis auszutauschen.

An diesem Tag plädierte Dr. Wolfgang Bautz im Impulsvortrag für die Berücksichtigung  „strupfender Regionenen: Wirtschaftlich, sozial und kulturell erstarrte Räume – Abwärtsspirale “ in den neuen Bundesländern  und damit verbundene Herausforderungen in der Migrationsarbeit. Er unterstrich, dass zunehmende Zuwanderung aus unterschiedlichen Ländern auch in dünn besiedelten Bundesländern als Notwendigkeit zu betrachten ist und in kleineren Stritten bereits erfolgt. Seit 2002 begleitet Dr. Wolfgang Bautz als Leiter des Fazit e. V. in Potsdam und Mitglied des Integrationsbeirats in Brandenburg Projekte zur Sprachmittlung auf Landesebene. Seit 2012 sorg er für die Etablierung von Sprach- und Integrationsmittlung, kurz SprInt, in Brandenburg und weißt diese Dienstleistung zu schätzen.

Rita Wiese, Projektkoordinatorin SprInt MV, sprach über den ständig wachsenden Bedarf an Sprach- und Integrationsmittlung in Mecklenburg-Vorpommern sowie über bereits bestehende Projekte wie SprInt Rostock, Spuk Schwerin, institutionell gebundene Mittlerdienste wie Psychosoziales Zentrum Vorpommern sowie über Migrantenselbstorganisationen, die nur punktuell den Bedarf decken. SprInt Rostock und Spuk Schwerin weisen eine starke Professionalität auf. Jedoch können nur langfristige Qualitätssicherungsmaßnahmen in den Projekten eine Beständigkeit ermöglichen.

Wie wichtig die Sprach- und Integrationsmittlung in Mecklenburg Vorpommern ist, haben auch die Tagungsgäste berichtet. Diese Ergebnisse wurden durch das Word Café zusammengetragen.

 

Alfred Süptitz, der Vorsitzender des Netzwerks Migration Vorpommern, ermöglichte den Teilnehmenden den Blick auf die Strukturen im Landkreis Vorpommern Greifswald und wies auf die geringe Angebotsdichte in der Migrationsarbeit hin, die sich zum Teil durch fehlende Infrastrukturen und nicht ausreichenden Beratungsstellen ergibt. In seinem Vortrag resümierte Herr Süptitz wie wichtig es wäre, „einen Ansprechpartner, der im Landkreis auch fest verankert und getragen wird, der durch die unterschiedlichsten Partner in der Migrationsarbeit unterstützt wird, zu haben“. Herr Süptitz betonte: „Für mich wäre dies der Migrations- und Integrationsbeauftragte in unserem Landkreis“. Dies würde die Ressourcen des bereits bestehenden und aktiven Migrationsnetzwerkes Vorpommern Greifswald besser bündeln.

Darüber hinaus berichtete Elisa Steinfurth, Psychosoziales Zentrum für Migranten im Kreisdiakonischen Werk Greifswald-Ostvorpommern e.V., über die Notwendigkeit der Stärkung der psychischen Gesundheit bei den Asylsuchenden und über die Wichtigkeit der Präventionsarbeit.  Frau Steinfurth beleuchtete auch einzelne Situationen, um zu zeigen, wie die Mittler ihre Aufgaben meistern. So bekräftigte Frau Steinfuhrt nochmals, dass der Bedarf an Sprach- und Integrationsmittlern in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder im Alltag spürbar ist.

On August 7th, 2014, posted in: Newsarchiv by
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