Ausstellung „Vietnamesische Rostocker“ noch bis 20. Oktober 2017 im WaldemarHof zu sehen

Seit dem 16. August ist die Ausstellung „Vietnamesische Rostocker. Ehemalige Vertragsarbeiter erzählen“ im Rostocker WaldemarHof (Waldemarstr. 33, 18057 Rostock) zu sehen.

TV Rostock berichtete über die Eröffnung am 16. August: https://www.tvrostock.de/index.php/video/10404/nachrichten-17-08-2017/

Auch die Norddeutschen Neuesten Nachrichten berichteten in ihrer Ausgabe vom 22. August 2017. Sie finden den Artikel hier.

Die Ausstellung entstand in den Jahren 2012 bis 2014 als Reaktion auf die vielen Anfragen, die den Verein damals im Hinblick auf die Erinnerung an die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen erreichten. Vietnamesinnen und Vietnamesen sowie Einheimische tauschten sich in Gesprächsrunden aus und brachten ihre Erinnerungen in Form von Texten und Fotografien schließlich in die Ausstellung ein.

In den 70er und 80er Jahren kamen zahlreiche Vietnamesinnen und Vietnamesen als Vertragsarbeitnehmer in die DDR. Ende der 80er Jahre waren es ca. 60.000 Frauen und Männer aus Vietnam, die hier arbeiteten und lernten. Welche Vorstellungen hatten sie von der DDR und den Deutschen? Wie erlebten sie die Wendezeit, als plötzlich alles ungewiss war? Warum entschieden sie sich, hier zu bleiben, und wie sehen sie ihre Perspektive heute? Mit Erinnerungen aus ca. 30 Jahren widmet sich die Ausstellung diesen Fragen.

Die Zitate und Bilder zeugen nicht nur von Höhepunkten des Lebens in einem (nicht mehr) fremden Land, sondern auch von den Tiefpunkten. Diên Hông zeigt die Ausstellung 25 Jahre nach den Anschlägen von Lichtenhagen zum zweiten Mal, nicht nur, um zu erinnern, sondern auch als Ausgangspunkt für die Fragen, was sich in den letzten 25 Jahren geändert hat und wie die Stadt Rostock und ihre Einwohner heute mit dem Thema Zuwanderung umgehen.

Öffnungszeiten: montags bis freitags, 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Die Pressemitteilung als PDF finden Sie hier.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Vielfalt.Miteinander.Leben“ statt, die durch die Bürgerinitiative Bunt statt braun e.V. koordiniert wird.