Ausstellung „Lebenswege – vietnamesische Rostocker*innen erzählen“ im Rathaus

Tausende Menschen aus Vietnam kamen seit den 70er Jahren auf Basis staatlicher Abkommen in die DDR, um hier zu arbeiten. Die Ausstellung „Lebenswege“ macht die Erinnerungen ehemaliger Vertragsarbeiter*innen sichtbar und bildet ein breites Spektrum an Erfahrungen ab – insbesondere auch aus der Zeit vor 1992.
Erinnerungen, Fotos und Zeitdokumente erzählen von Lebensgeschichten voller Hoffnungen, Herausforderungen und dem Ankommen in einer neuen Heimat. Sie machen deutlich, dass Migration auch die Geschichte von Rostock nachhaltig geprägt hat. Die Erfahrungen vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen sind ein wichtiger Teil der deutschen Migrationsgeschichte und bieten wertvolle Perspektiven für das Verständnis unserer postmigrantischen Gesellschaft. Gerade weil Fragen von Zugehörigkeit, Anerkennung und Teilhabe heute kontrovers diskutiert werden, lädt die Ausstellung dazu ein, vertraute Erzählungen zu hinterfragen und die Vielfalt von Migrationsgeschichten anzuerkennen. Sie eröffnet einen differenzierten Blick auf eine Community, über die bis heute viele Vorurteile und Stereotype bestehen.
Am Donnerstag, 27. August 2026, sind Mitwirkende des Vereins Diên Hông e.V. sowie einige Protagonist*innen der Ausstellung von 17.30 bis 19.00 Uhr vor Ort und laden Interessierte ein, miteinander über die Ausstellung und die darin erzählten Geschichten ins Gespräch zu kommen.