Ziele
MigrantInnen sind im regionalen Wirtschaftsleben deutlich unterrepräsentiert, die Arbeitslosigkeit unter Ausländern in M-V lag im März 2005 bei über 60%. Die Gründung eines eigenen Kleinunternehmens ist für viele der einzige Weg zur Sicherung der Existenz. Ihnen fehlt es dabei oft an notwendigen betriebswirtschaftlichen u.a. Spezialkenntnissen, die für eine stabile Unternehmensführung unabdingbar sind.
Das Rostocker Teilprojekt der Entwicklungspartnerschaft Pro Qualifizierung wird ein Unternehmensnetzwerk entwickeln und initiieren, in dem von MigrantInnen geführte Unternehmen der Region besser untereinander, mit Kammern, Wirtschafts- und Branchenverbänden kooperieren. Ziel ist es, durch qualifizierungsfördernde Beratung die aktive Bereitschaft zur eigenen Qualifizierung zu erhöhen und zielgruppenspezifische Qualifizierungen zur Stärkung unternehmerischer Kompetenzen nachfrageorientiert gemeinsam mit den regionalen Partnern beispielhaft zu entwickeln und anzubieten. Damit werden wichtige Grundlagen geschaffen für Stabilisierung und Wachstum der Klein- und Kleinstbetriebe in der Hand von MigrantInnen.
Darüber hinaus wird in Kooperation mit den o.g. Partnerinstitutionen angestrebt, bei Verantwortlichen in einheimischen Unternehmen für die spezifischen Stärken von MigrantInnen als potenzielle Fachkräfte zu werben. Die Realisierung erfolgt vorrangig über die Vermittlung auf Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zu übergreifenden Themen (z.B. zu Diversity Management).
Vorphase
In der Vorphase (Juli-Oktober 2005) wird zunächst eine umfassende Daten- und Bedarfserhebung in von Zuwanderern geführten Unternehmen der Region Mittleres Mecklenburg realisiert. Ziel ist die Ermittlung und systematische Erfassung vorhandener Qualifikationen und Qualifikationsbedarfe. Gleichzeitig werden über die bestehenden Netzwerkkontakte in die o.g. Institutionen die künftigen Kooperationsformen konkretisiert.
Hauptphase
In der Hauptphase ab Dezember 2005 werden auf Basis der erhobenen Daten zielgruppenspezifische Informations- und Beratungsangebote entwickelt und durchgeführt. Die erste Auswertung der vorläufigen Unternehmerbefragung finden Sie ab Februar 2006 hier.
Hintergrund
Die potenziellen spezifischen Kompetenzen der MigrantInnen wie Mehrsprachigkeit und die Kenntnis mehrerer Kulturen werden von Wirtschaft und Verwaltungen bisher kaum gezielt genutzt. Um die Beschäftigungsfähigkeit in Deutschland lebender Zuwanderer zu erhöhen und deren Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit ein bundesweites Informations- und Beratungsnetzwerk Integration durch Qualifizierung (www.intqua.de) initiiert. In diesem arbeiten sechs regionale Projekte, die im Rahmen der europäischen Gemeinschaftsinitiative EQUAL II in ihrer Tätigkeit finanziell unterstützt werden, mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen zu entwickeln um die Beschäftigungschancen von Zuwanderern in Deutschland zu erhöhen.
Zur Struktur des Netzwerkes Integration durch Qualifizierung hier.
Eine Übersicht über die Teilprojekte in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
Unternehmerbefragung
Erste Ergebnisse der Unternehmerbefragung in grafischer Darstellung finden Sie, wenn Sie oben auf der Seite auf den Verweis "Unternehmerbefragung" klicken!
Weitere Dateien auf Anfrage unter 0381/128 69 70.
Unternehmen Migration - oder die produktive Gestaltung der Einwanderungssituation
Vortrag von Hans-Peter Frühauf am 3. März 2007. Nachzulesen hier.
Regionale Fachtagung "Existenzgründung von Zugewanderten in Mecklenburg-Vorpommern" am 3. März 2007

Informieren Sie sich über gute Wege der Existenzgründungsförderung für Zugewanderte, diskutieren Sie über den Handlungsbedarf, entwickeln Sie mit uns neue Ideen. Und: Lernen Sie Existenzgründerinnen und -gründer mit Migrationshintergrund kennen.
Wenn Sie mehr über die Fachtagung in Erfahren bringen möchten, klicken Sie hier.
Die Tagung Existenzgründung von Migranten - Integration in die heimische Wirtschaft

Foto: Nguyen Manh Tan
...fand am 3. März 2007 im Rostocker Waldemar Hof mit Partnern statt. Hier u.a. im Bild: Landes-Wirtschaftssekretär Dr. Stefan Rudolph (2.v.r.), Hans-Peter Frühauf (Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz, 1.v.r.) und Diên-Hông-Geschäftsführer Michael Hugo (4.v.r.).
Publikationen
Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise. Leitfaden für Beratungs- und Anerkennungsstellen, Dezember 2007 (PDF 1,5 MB)
Newsletter Nr. 1 (15.09.2006, PDF 987 KB)
Newsletter Nr. 2 (31.01.2007, PDF 1,96 MB)
Newsletter Nr. 3 (21.12.2007, PDF 1,29 MB)
www.intqua.de
www.equal-de.de
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