Integration von ehemaligen DDR-VertragsarbeitnehmerInnen

Modellprojekt "zur beruflichen und sozialen Integration von ehemaligen DDR-VertragsarbeitnehmerInnen und zur Verbesserung des Zusammenlebens von Deutschen und AusländerInnen sowie zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit"


(von Juni 1994 bis Dezember 1997 gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung)

Integration von ehemaligen DDR-VertragsarbeitnehmerInnen

Das Projekt diente der Integration von VietnamesInnen, die zu DDR-Zeiten nach Rostock geholt wurden und mit dem Ende des Staatssozialismus plötzlich nicht mehr dringend gebrauchte Arbeitskräfte, sondern benachteiligte Arbeitslose waren. Vielen dieser Menschen konnte geholfen werden, sich für den bundesdeutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Eine individuelle Beratung stand im Mittelpunkt, danach folgten Fortbildungen, Umschulungen und begleitender Deutschunterricht, je nachdem, was die Einzelperson zur Verbesserung ihrer Vermittlungschancen brauchte.

Insgesamt nahmen ca. 450 Menschen, die meisten mehrfach, den Beratungsservice in Anspruch. 150 VietnamesInnen nahmen an verschiedenen Qualifizierungsmaßnahmen teil, 37 Personen legten mit überwiegend guten Ergebnissen eine Facharbeiterprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab.

Verbesserung des Zusammenlebens von Deutschen und AusländerInnen/Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit

 

In Zusammenarbeit mit dem Rostocker Jugendamt und Jugendeinrichtungen aus dem Rostocker Projekteplenum des "Aktionsprogramms gegen Aggression und Gewalt" (AgAG) wurden Kurzprojekte mit deutschen und ausländischen Jugendlichen und jungen Heranwachsenden organisiert und durchgeführt. Durch arbeits- und erlebnispädagogische Aktivitäten (Bauprojekt "Jugendwohnen", Segeltörn), Sport und gemeinsames Lernen (Gitarrenunterricht, Englischkurs) wurden Berührungsängste abgebaut, teilweise sogar Freundschaften geschlossen.

 

Das Projektteam

Das Projektteam bestand aus:

    - einem Koordinator und wissenschaftlichen Leiter,
    - zwei sozialpädagogischen MitarbeiterInnen,
    - einer kaufmännischen Sachbearbeiterin.

Projektpartner

Neben dem Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung als Träger der Personal- und Sachkosten des Projektteams sowie der Kosten für einige Bildungsmaßnahmen und der Jugendarbeit waren die wichtigsten Projektpartner:

  • das Rostocker Arbeitsamt,
  • der Sprachverband Deutsch für ausländische Arbeitnehmer e.V. in Mainz,
  • die Hansestadt Rostock, vor allem
      - der Ausländerbeauftragte Dr. Wolfgang Richter,
      - das Jugendamt.

Gute Kontakte bestanden darüber hinaus zur Industrie- und Handelskammer und zu vielen Rostocker Jugendeinrichtungen.